E-Voting - Das Internet als Wahllokal
Unabhängig welche Partei gewinnt: Ein Verlierer steht bei Wahlen zumeist von vornherein fest. Die Wahl selbst. Denn immer weniger gehen hin.
Überall in Europa wird daher gegenwärtig darüber nachgedacht, wie man dem Urnengang mit Hilfe des Internets erleichtern kann. Allen voran Estland, das bereits politische Wahlen online durchgeführt hat.
T-Systems befasst sich seit über sieben Jahren mit dem Thema und entwickelte eine Wahlsoftware. 2002 ist bei T-Systems die deutschlandweit erste Betriebsratswahl via Intranet durchgeführt worden. 7.000 T-Systems-Mitarbeiter gaben ihre Stimme online ab. Danach folgten weitere Wahlen in Betrieben, Vereinen und Verbänden.
Deutlich höhere Wahlbeteiligung bei gesenkten Kosten
Durch die Internet-Betriebswahlen konnte die Deutsche Telekom eine Steigerung der Wahlbeteiligung um fast 100 Prozent in den letzten Jahren verzeichnen. Darüber hinaus liegen Kosteneinsparungen bei Online-Wahlen auf der Hand. In den Betrieben liegt der durchschnittliche Zeit- und damit Produktivitätsverlust einer Betriebsratswahl bei knapp einer Stunde und bei Öffentlichkeitswahlen sind vor allem die Kosten der Wahlkartenwähler enorm.
Einhaltung der Wahlgrundsätze als Voraussetzung
Die durch T-Systems entwickelte Wahlsoftware ist natürlich auch für parlamentarische Wahlen einsatzfähig. Dabei sind die Sicherheitskriterien dieselben wie bei den nichtparlamentarischen Wahlen und basieren auf der Einhaltung aller Wahlgrundsätze der Verfassung. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Umsetzung elektronischer Wahlverfahren im öffentlichen Bereich müssen allerdings noch geschaffen werden. Voraussetzung für E-Voting bei Öffentlichkeitswahlen ist außerdem eine höhere Verbreitung der digitalen Signatur in der Bevölkerung als bisher.