Informationen & Downloads zum Heilberufsausweis

 

Zur Teilnahme an der Telematikinfrastruktur benötigen Sie bereits bei der Erstinstallation einen Praxisausweis, auch Institutionsausweis oder Security Module Card Typ B (kurz SMC-B) genannt. Für die künftigen Fachanwendungen in der Telematikinfrastruktur wird ein persönlicher, elektronischer Heilberufsausweis benötigt.

Beide Ausweise können Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten sowie Krankenhäuser bei uns bestellen. 

Apotheken bestellen ihren SMC-B und eHBA über ihren Apothekerverband.

 

Mit Ihrem elektronischen Heilberufsausweis, kurz eHBA, identifizieren Sie sich persönlich in der Telematikinfrastruktur. Mit ihm können Sie zum Beispiel den Dienst Qualifizierte Elektronische Signatur (QES) und zukünftige Fachanwendungen, wie Notfalldatenmanagement (NFDM), Arzneimitteltherapiesicherheit/ elektronischer Medikationsplan (AMTS/eMP) sowie Kommunikation im Medizinwesen (KIM) nutzen.

 

      • Die handschriftliche Unterschrift verbindet ein Papierdokument mit dem Unterzeichner. Der Unterzeichner schließt z.B. einen Vertrag durch Unterzeichnung mit seiner eigenhändigen Unterschrift. Ebenso verbindet die elektronische Signatur einen Unterzeichner mit elektroni-schen Daten z.B. einem Textdokument so, dass man diese Zuordnung sicher nachprüfen kann. Im Gegensatz zur handschriftlichen Unterschrift, für die der Unterzeichner „Papier und Stift“ benötigt, nutzt er bei der elektronischen Signatur mathematische Verfahren.

         

      • Das Public-Key-Verfahren bildet in der Regel die Grundlage für die elektronische Signatur. Für das Verfahren benötigt man ein spezielles Schlüsselpaar. Daten, die mit dem einen Schlüssel verschlüsselt werden, können nur mit dem dazugehörigen anderen Schlüssel ent-schlüsselt werden. Diese Eigenschaft nutzt man für die Erstellung einer elektronischen Sig-natur und deren Überprüfung.


        Bei der elektronischen Signatur erzeugt man zuerst einen digitalen Fingerabdruck des Do-kuments. Der Fingerabdruck wird nun mit dem ersten Schlüssel verschlüsselt, das ist die elektronische Signatur. Das elektronisch signierte Dokument kann nun anderen Nutzern zu-gänglich gemacht werden. Der Unterzeichner stellt den zweiten Schlüssel nun den anderen Nutzern zur Prüfung der elektronischen Signatur zur Verfügung. Mit dem vorliegenden Schlüssel und dem Wissen, wem dieser Schlüssel zugeordnet ist, kann nun jeder eine si-chere Überprüfung vornehmen. Man bezeichnet den ersten Schlüssel als Signaturschlüssel und den zweiten Schlüssel als Signaturprüfschlüssel.

         

      • Die qualifizierte elektronische Signatur ist der handschriftlichen Unterschrift in vielen Fällen gleichgestellt. Das bedeutet, dass in vielen Rechtsgeschäften der Einsatz der qualifizierten elektronischen Signatur neben der handschriftlichen Unterschrift möglich ist.

        Ein Anwendungsbeispiel ist die qualifizierte elektronische Signatur eines Arztbriefes im Rahmen von KOM-LE. Mit dem HBA können aber auch rechtsverbindliche Signaturen in anderen Rechtsgeschäften geleistet werden. Informieren Sie sich bitte vorher, ob dies im jeweiligen Rechtsgeschäft zugelassen ist.

        Durch die Nutzung Ihres Signaturschlüssels wird Ihnen die qualifizierte elektronische Signatur zugerechnet, d.h. Sie zeichnen verantwortlich wie bei einer handschriftlichen Unterschrift.

        Die Ausgabe qualifizierter Zertifikate zur Erstellung qualifizierter elektronischer Signaturen geschieht auf Basis der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates („eIDAS“). In Deutschland gilt diese Verordnung unmittelbar und wird durch das Deutsche eIDAS-Durchführungsgesetz (Vertrauensdienstegesetz, VDG) ergänzt. Im Vertragsverhältnis zwischen der Deutschen Telekom AG (vertreten durch T-Systems International GmbH) als Vertrauensdiensteanbieter und dem Inhaber des HBA gilt deutsches Recht.

         

      • Die Zuordnung von Person und Schlüssel wird durch ein qualifiziertes Zertifikat bestätigt, das auf dem HBA gespeichert ist. Ein Zertifikat ist eine Art elektronischer Ausweis. Die Identifikation der Person wird per PostIdent-Verfahren in Filialen der Deutschen Post oder bei einigen Kammern auch per KammerIdent-Verfahren durch Mitarbeiter der Kammern durchgeführt. Dabei muss die Person sich durch Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Im Fall von KammerIdent ist auch der elektronische Aufenthaltstitel (EAT) als Ausweisdokument zugelassen.

         

      • Es ist möglich, die qualifizierte elektronische Signatur durch Angaben im qualifizierten Zertifikat auf bestimmte Anwendungen in Art und Umfang zu beschränken.

        Im Antragsformular können Sie Angaben zu einer monetären Einschränkung (z.B. 500 Euro) machen. Dies führt dazu, dass die monetäre Einschränkung im qualifizierten Zertifikat eingetragen wird, und nur Rechtsgeschäfte unter dem angegebenen Wert (z.B. 500 Euro) mit der qualifizierten elektronischen Signatur abgeschlossen werden dürfen.

        Im Antragsformular können Sie Angaben zu weiteren Beschränkungen der qualifizierten elektronischen Signatur machen, die im qualifizierten Zertifikat eingetragen werden. Bitte beachten Sie, dass jegliche Beschränkungen nicht für die Anwendungen gemäß §291a SGB V gelten.

         

Support

Unsere Kontaktdaten für Ihre Fragen:

  • Telefonisch: + 49 800 1183307 (kostenlose Servicenummer)
  • Sperrhotline: 116 116, International: +49 30 4050 4050
  • Per E-Mail: service.map@telekom.de
  • Per Brief:

Deutsche Telekom Security GmbH

Trust Center Services – HBA

Postfach 12 51

D-57236 Netphen

Root Programm

Weiterführende Details haben wir im Bereich "Root Programm" abgebildet. Folgende Informationen werden dort bereitgestellt:

  • Root-Kompatibilität (Integration der Root-CA-Zertifikate in Betriebssysteme und Anwendungen).
  • Details/Informationen zu Root-/Sub-CA-Zertifikaten

PKI Repository

Informationen zu unserer Public Key Infrastruktur (PKI) finden Sie im zentralen Archiv unter "Service > Downloads > PKI Repository". Folgende Informationen stehen zur Verfügung:

  • Download der Root- und SubCA-Zertifikate für Anwendungen ohne Vorinstallation.
  • Zertifizierungsrichtlinie und Erklärung zum Zertifizierungsbetrieb (CP/CPS).
  • Practice Disclosure Statement zur Erstellung qualifizierter Webseiten-Zertifikate nach eIDAS.
  • Informationen zu Zertifizierungen.

Ihr sicherer Eintritt in die Telematikinfrastruktur

Mit dem Praxisausweis für Ihr Team und Ihrem persönlichen, elektronischen Heilberufsausweis erhalten Sie die Schlüssel für eine sichere Verbindung zur Telematikinfrastruktur.

 

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